THE HUNGER PROJECT

Schritt in die Selbständigkeit der Dorfgemeinschaft Agyapoma

Das Hunger Projekt/The Hunger Project (THP) befreit betroffene Menschen aus dem Armutszyklus. Frauen und Männer werden direkt vor Ort befähigt, ihren chronischen Hunger zu beenden. Sie können aus eigener Kraft ihre Grundbedürfnisse decken und eine bessere Zukunft für ihre Kinder aufbauen.

THP führt seine Einsätze mit kostengünstigen und nachhaltigen Strategien nach folgenden Grundsätzen:

– Förderung der Eigenverantwortung der Menschen

– Unterstützung von Frauen als Schlüsselfaktor

– Partnerschaftliche Zusammenarbeit mit lokalen Behörden

THP hat mit den Menschen und Führungskräften in Ost-, West-, und im südlichen Afrika eine innovative, kosteneffiziente und leicht übertragbare Strategie entwickelt, die sich Epicenter-Strategie nennt. Diese „Bottom-up“-Strategie hat sich für die Überwindung des Hungers und der Armut im ländlichen Afrika als sehr erfolgreich erwiesen. Die Grundeinstellung der Menschen, die zu Beginn von Abhängigkeit, Resignation und der Diskriminierung von Frauen geprägt ist, wird durch diesen Prozess verändert. Es entsteht eine neue Haltung, die auf Verantwortung, Selbständigkeit und der Gleichstellung der Geschlechter basiert.  Gruppen von Dörfern schliessen sich zu dynamischen Zentren zusammen und lernen dort gemeinsam zu handeln, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Durch diese Zusammenarbeit und Entwicklung ihrer Fähigkeiten erhalten die DorfbewohnerInnen Zugang zu bisher unbekannten, ungenutzten Ressourcen und entwickeln sich selber. Die Epicenter-Strategie ist in vier Phasen unterteilt  und begleitet die Menschen innerhalb von mindestens acht Jahren aus extremer Armut heraus hin zu einem Leben in Selbständigkeit. Im Verlaufe der Mobilisierung bauen sie ein Gebäude (Epicenter), in welchem je Bedarf Programme und Schulungen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, Einkommen, Mikrokredite, Gesundheit, Bildung und Gleichstellung der Geschlechter angeboten werden. Die DorfbewohnerInnen betreiben und entwickeln diese Programme und das Epicenter nachhaltig weiter. Nach Erlangung der Selbständigkeit zieht sich THP langsam zurück. Der Betrieb der Epicenter wird dann von den DorfbewohnerInnen demokratisch gewählten, gut ausgebildeten „Leaders“ weiter geführt. Bis Mitte 2018 haben in Afrika 24 von 121 Epicenters (dynamische Gemeinschaftszentren von insgesamt 450 Dörfern) mit über 414’000 Einwohnern die Selbständigkeit erreicht und benötigen keine Hilfe des Hunger Projekts mehr.